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Die Berge des Erzgebirges Die Berge sind daher fast nie einzelstehend, sondern ein durch Tiefenerosion losgelöster Rest einer Hochfläche. Dies gibt dem Erzgebirge eher den Charakter einer Hügellandschaft mit tief eingeschnittenen Tälern und sanften Bergketten. Nur am Steilabhang, vom Erzgebirgskamm hinunter zum Nordböhmischen Tiefbecken mit dem Egertalgraben, werden große Höhenunterschiede von durchschnittlich 600 Höhenmeter überwunden. Fast alle Berggipfel sind touristisch erschlossen. Viele sind sogar mit dem eigenen PKW zu erreichen. So z.B. der Fichtelberg, der Keilberg, der Pöhlberg und der Hirtstein. Gipfelbauden laden auf fast jedem Berg zur Einkehr ein. Der Erzgebirgskamm bildet die Sichtgrenze. Südlich davon kann man weit ins Böhmische Land blicken. Nördlich des Kamms sind die Großstädte Zwickau, Chemnitz und Dresden und bei besonders guter Sicht auch das Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig zu sehen.
Wintersport im Erzgebirge Wintersportorte, wie Oberwiesenthal, Altenberg und Holzhau, aber auch die weniger bekannten Gebiete nahe des Erzgebirgskammes spuren für die Wintersportgäste viele Kilometer Loipen. Die Nutzung ist allerorts kostenlos. Die Skihänge im Erzgebirge sind selten so lang und so steil wie im Fichtelberggebiet. Aber gerade dies macht sie für Familien und Gelegenheitsskifahrer interessant und auch erschwinglich.
Städte im Erzgebirge
Die erzgebirgische Volkskunst Draußen, in den Waldrevieren zwischen Altenberg und Schwarzenberg, mustert der Förster die Weihnachtsbäume aus. In den Werkstuben der Spielzeugmacher herrscht das ganze Jahr Hochbetrieb. Zahllose Weihnachtspyramiden, Nußknacker und Räuchermännchen, Schaukelpferde, Kasperpuppen, Holzeisenbahnen, Tiere und Häuschen gehen sorgfältig verpackt auf die Reise in alle Welt. Und kaum ist das erste Adventslicht angezündet, mischt sich in den Duft der Bratäpfel, die neben dem Leimtopf auf dem Ofen schmoren, der himmlische Wohlgeruch der „Crottendorfer Räucherkerzchen“. Vom Speicher werden Kisten und Schachteln heruntergeholt und ausgepackt. Nun beginnt sie also wieder, die Bastelzeit! In der Wohnstube erhält für die nächsten Wochen der Weihnachtsberg seinen Platz, jene kunterbunte, kuriose Bethlehemlandschaft mit dem Kind in der Krippe, die einem -sieht man nur genauer hin- merkwürdig vertraut erscheint. Vor dem Stall unterm Morgenstern knien neben der Hirtenschar biedere Waldarbeiter. Den drei Weisen aus dem Morgenland haben sich erzgebirgische Bergknappen hinzugestellt. Im Palmenschatten des Paradiesgartens äsen Hirsche und Rehe, eine vergnügte Kinderschar rodelt am Schusterberg. Die Peremett, wie der Erzgebirgler die Weihnachtspyramide nennt, erhält einen neuen Anstrich. Dann wird zum Leimtopf gegriffen und dem Vater Joseph ein Bein, dem gestrengen König Herodes die glänzende Krone wieder angeleimt. Arbeit über Arbeit. Sind die kleinen Reparaturen erledigt, werden für die oberste Etage der Pyramide neue Figuren geschnitzt. So betätigen sich an den langen Winterabenden viele Erzgebirgler als Volkskünstler und führen auf eigene Weise das Werk weiter, das oft schon der Großvater begonnen hat. Vielerorts öffnen Schnitzausstellungen ihre Pforten, um die Arbeiten der Feierabendschnitzer, die Zeugnisse künstlerischer Selbstbetätigung ins rechte Licht zu rücken. Andernorts studieren Laienkünstler die handschriftlich überlieferten Mettenspiele ein, die noch der Frühzeit des erzgebirgischen Silberbergbaus entstammen, proben die Turmbläser, Posaunenchöre und Kurrendesänger. Auch die Frauen haben mit der Stollen- und Pfefferkuchenbäckerei alle Hände voll zu tun.
Große weiche Flocken taumeln unentschlossen vom Himmel, wenn in den Bergstädten Annaberg, Freiberg, Schwarzenberg, Marienberg und in Seiffen die traditionellen Bergmannsparaden und Weihnachtsmärkte stattfinden.
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